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BUCHENBACH Falkenstein Bubenstein

Viel ist von der einstigen Burg, die den Eingangs ins Höllental bewachte, nicht mehr übrig. Dennoch hatte die Burg Falkenstein am Ausgang des schroffen Tales bei der heutigen Gemeinde Buchenbach im Dreisamtal große Bedeutung. Jahrhundertelang hieß das Höllental übrigens nach dem Geschlecht der Adligen: Falkensteiner Tal. Unweit der Burg bestand eine zweite und weniger bekannte Anlage: Burg Bubenstein. Der vergessene, alte 2-Burgen-Rundweg hat es in sich und belohnt mit einer fantastischen Sicht hinunter ins felsige Höllental.

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Burg Falkenstein ist die Ruine einer Höhenburg bei der heutigen Gemeinde Buchenbach am Eingang ins Höllental. Tatsächlich liegt die Ruine auf der Gemarkung der Gemeinde Breitnau, die hier an Buchenbach angrenzt. Die Burgstelle liegt im Dreieck zwischen dem Eingang des Höllentals, dem Unteren Höllental und dem Engenbachtal auf einem heute schwer zugänglichen Felskopf. Von der einstigen Anlage finden sich heute nur wenige Mauerreste. Burg Falkenstein wurde um das Jahr 1200 von einem zähringischen Ministerialengeschlecht auf einer steilen Anhöhe am unteren Eingang des Höllentals, der als Falkensteige bekannt war, erbaut.

Das Video oben unternimmt eine Tour zu den Burgruinen Bubenstein und Falkenstein. Bild antippen und genießen!

Die Erbauer stammten vermutlich aus dem Wittental von den Herren von Weiler und Blankenberg ab und sind erstmals 1137 bis 1148 als die Herren von Falkenstein bezeugt. Später stiegen sie in den Kreis der bedeutenden Adelsgeschlechter im Breisgau auf. Nach ihnen und ihrer Burg wurde das Tal als Falkensteiner Tal bezeichnet. Der Name Höllental entstand erst später. Die Burg sollte den wichtigen Verkehrsweg schützen, der den Breisgau mit der Baar und dem Bodensee verband. Dabei handelte es sich um die Falkensteige, die zur Umgehung der damals schwer passierbaren Höllentalschlucht diente, und sich in Richtung Breitnau / Nessellachen bzw. in Richtung St. Oswald / Steig aufteilte. Die Herrschaft wurde das Tal hinauf bis Hinterzarten und Titisee ausgeweitet. Weitere Burgen der Falkensteiner sind Burg Falkenbühl, Schloss Birkenreute (Bickenreute) bei Kirchzarten sowie die Ruine Bubenstein (Neu-Falkenstein), wenige 100 Meter westlich.

Lange Zeit bescherten Wegzölle durchs Tal den Falkensteinern beträchtliche Einnahmen. Doch das sollte ein Ende haben. Denn von 1310 bis 1379 wurde eine neue Strecke durch das Wagensteigtal in den Hochschwarzwald gebaut. Die Ritter verarmten und widmeten sich zunehmen der Raubritterei. In der Auseinandersetzung einer Adelskoalition unter der Führung des Grafen Eberhard II. von Württemberg gegen den Schwäbischen Städtebund sperrte Werner von Falkenstein im Auftrag seines Dienstherrn die Wege und plünderte Bürger des Städtebunds aus.

Vom wirtschaftlichen Niedergang des Niederadels im ausgehenden 14. Jahrhundert betroffen, waren es wohl Geldsorgen, die die Falkensteiner dazu trieben, dieses Vorgehen auf unbeteiligte Reisende auszudehnen. Vermutlich deshalb griffen die Freiburger am 6. Dezember 1388 die Burg Falkenstein an und zerstörten sie. Die Burgkapelle überdauerte offenbar das Ende der Burg. 1460 erstmals als St.-Nikolaus-Kapelle erwähnt, wurde sie 1606 ins Tal an den Höllenbach, den heutigen Rotbach verlegt.

Westlich der Burg Falkenstein stehen die Reste einer weiteren Anlage. Die Ruine Bubenstein, auch Neu-Falkenstein genannt, liegt auf einem Felssporn, etwa 500 Meter westlich der Burg Falkenstein. Die Anlage wurde vermutlich von Walter von Falkenstein im 13. Jahrhundert erbaut, 1266 wird er als Besitzer erwähnt. 1328 wird Werner von Staufen als Besitzer von drei Vierteln des Turms genannt, die er an Johann Schnewlin veräußerte. 1407 verkaufte Kuno von Falkenstein das letzte Viertel an Hanmann Schnewlin. Im 19. Jahrhundert wurde ein Teil des Burgfelsens für die Höllentalbahn gesprengt und in den 1960er Jahren hochaufragende Mauerteile wegen Baufälligkeit und zur Verkehrssicherung abgetragen.

Der Turm der Turmburg hatte eine Grundfläche von 10 mal 10 Metern, der Halsgraben eine Tiefe von 5 Metern und eine Breite von 8 Metern. Von der ehemaligen Burganlage sind Mauerreste und der Halsgraben erhalten.

Wandertipp

Die beiden Burgruinen, Falkenstein und Bubenstein (Neu-Falkenstein), liegen auf einem alten Rundwanderweg. Allerdings ist der Zugang zu beiden Ruinen nicht ausgeschildert. Das hat seinen Grund: Die Pfade und das Besteigen der Ruinen ist gefährlich. Sehr gute Kondition sowie Schwindelfreiheit, aber auch Trittsicherheit (gutes Schuhwerk) sind unbedingt erforderlich. Die teils schmalen Pfade sind häufig verwachsen. Herumliegende Baumstämme können den Weg versperren. Es besteht Absturzgefahr. Startpunkt ist ein bergseitiger Parkplatz bei der Ortseinfahrt Falkensteig (Buchenbach).

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